Hepatopankreatobiliäre Chirurgie (HPB)

Im Bereich der Hepatopankreatobiliären-Chirurgie werden sowohl gutartige (benigne) als auch bösartige (maligne) Erkrankungen der Leber, Bauchspeicheldrüse sowie der Gallenwege und der Gallenblase behandelt.


Sprechstunde Hepatopankreatobiliäre Chirurgie

Priv.-Doz. Dr. med. S. Manekeller

Freitag von 08:00 bis 16:00
nach Vereinbarung

Terminvergabe/Kontakt
Frau Petra Lambert
Telefon 0228 . 287 15801

Das Team

Priv.-Doz. Dr. med. Steffen Manekeller

Teamleiter und
geschäftsführender Oberarzt

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E-Mail

Dr. med. Tim Glowka

Oberarzt

E-Mail

Dr. med. Daniel Exner

Facharzt

E-Mail

Britta Lüken

Assistenzärztin

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Jessica Hafke

Assistenzärztin

E-Mail

Daria Palm

Medizinische Fachangestellte

Telefon 0151.582 33 041
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Leber

Der häufigste Grund für Operationen an der Leber ist die Entfernung von Absiedlungen (Metastasen) anderer Tumoren (z.B. Dickdarmkrebs). Auch bei Tumoren, die direkt in der Leber entstehen (Leberkrebs) ist oft eine Teilentfernung der Leber erforderlich. In bestimmten Fällen trifft dies auch bei gutartigen Tumoren (z.B. Adenomen, Fokale noduläre Hyperplasie (FNH) oder Hämangiomen) zu. Die Operationen werden in bestimmten Fällen, wenn dies medizinisch sinnvoll ist, in Schlüssellochtechnik (Laparoskopie) durchgeführt. Insbesondere im Bereich der Chirurgie maligner Lebertumoren findet eine enge Kooperation mit den Kollegen der Radiologischen Klinik des Universitätsklinikums Bonn statt. In bestimmten Fällen können intraarterielle Chemotherapien (TACE) oder lokale Strahlentherapien (SIRT) durchgeführt werden, ergänzend besteht auch die Möglichkeit der lokalen Verödung (Radiofrequenzablation (RFA), Alkoholinjektion) von Absiedlungen oder Tumoren.


Bauchspeicheldrüse

Zusammen mit den Kliniken für Innere Medizin I (Gastroenterologie) und der Radiologie bieten wir alle Therapieverfahren bei gut- und bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) an. Es besteht eine Spezialsprechstunde für Pankreaserkrankungen (Freitags 8-14 Uhr), in der zertifizierte Pankreasoperateure die Befunde sichten und Sie bezüglich der Therapie beraten können. Ebenso können dort alle notwendigen Untersuchungstermine geplant und ein OP-Termin festgelegt werden.

Bei gutartigen Erkrankungen handelt es sich meist um akute oder chronische Entzündungen (Pankreatitis) oder deren Folgezustände. Hier sollten zunächst konservative Therapieverfahren ausgeschöpft werden (Medikamente oder interventionelle Verfahren). Kommt es darunter zu einem Therapieversagen, so werden entsprechende Operationsverfahren angewendet Diese umfassen Drainageoperation bei der akuten Entzündung bis hin zu allen Formen der Drainage- und Resektionsverfahren bei der chronischen Entzündung (u.a. Zystojejunostomie, OP nach Frey, OP nach Beger in der Berner Modifikation).

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Einen Schwerpunkt unserer Klinik bildet die Diagnostik und Therapie von bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom). Wir sind über die deutsche Krebsgesellschaft (DKG, OnkoZert) zertifiziertes Zentrum für die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs »

D.h. wir bieten Ihnen eine hochspezialisierte und in den Behandlungsabläufen standardisierte Therapie aller Stadien Ihrer Krebserkrkankung an. Alle Therapieentscheidungen werden in einer interdisziplinären, von Spezialisten besetzten und einmal in der Woche tagenden Tumorkonferenz festgelegt. In den frühen Tumorstadien (Stadien I und II) ist die resezierende Operation der Goldstandard. Je nach Lokalisation des Tumors müssen unterschiedliche Operation, unter Umständen unter Mitnahme weiterer Organe durchgeführt werden. Alle Operationsformen werden bei uns durchgeführt (OP nach Whipple-Kausch, OP nach Watson-Longmire-Traverso, totale Pankretektomie, Pankreaslinksresektion, Operationen mit Ersatz der großen Venen). An eine Operation wird meistens eine sog. „adjuvante“ Chemotherapie angeschlossen, die das Risiko eines Tumorrezidivs senken soll. Wenn möglich und onkologisch sinnvoll, so erfolgen die Operationen minimal-invasiv, d.h. als sog. „Schlüsselloch“-Operationen. Gerade bei sog. endokrinen Tumoren erfolgen die Operationen, wenn möglich, organerhaltend unter der Mitnahme von nur möglichst wenig gesundem Pankreasgewebe. Im Stadium III (lokal inoperabler Tumor) können wir als eine der aktuell wenigen Kliniken in Deutschland die sog. irreversible Elektroporation (IRE) » anbieten, bei der der Tumor mit Strom lokal verödet wird. Im Stadium IV erfolgt eine alleinige oder kombinierte Chemotherapie in der Klinik für Innere Medizin.

Operationen an der Bauchspeicheldrüse sind hochkomplexe Eingriffe, die neben dem erfahrenen Operateur vor allem in der Komplikationsbehandlung ein erfahrenes Pankreaszentrum erfordern. Zusammen mit den Partnerkliniken (Gastroenterologie, Intensivmedizin, Radiologie) bieten wir alle Diagnostikmöglichkeiten und interventionellen und operativen Therapieverfahren an. Diese umfaßt eine 24-h-Bereitschaft mit (interventionellem) CT, Angiographie, Notfallendoskopie (Gastroskopie, ERCP), eine erfahrene Intensivstation mit allen Therapiemöglichkeiten (Lungenersatz, Nierenersatz) und rund um die Uhr alle Notfalloperationen.

mehr Infos zu "irreversible Elektroporation" (IRE) »


Gallenwege / Gallenblase

Die Entfernung der Gallenblase wegen akuter Entzündung (Cholezystitis) oder Steinen (Choledocholithiasis) ist eine der Standardoperationen in unserer Klinik und erfolgt standardmäßig in Schlüssellochtechnik (Laparoskopie). Neben bösartigen Tumoren (Gallenwegs- und Gallenblasenkarzinomen), die in- und außerhalb der Leber entstehen, wird in unserem Zentrum auch die chirurgische Therapie bei gutartigen Verengungen (erworbene Stenosen) der Gallenwege angeboten. Auch in diesem Bereich arbeiten wir bei der Diagnostik und Behandlung eng mit den Kollegen der Gastroenterologischen Klinik zusammen.